KI – Mauer, Spiegel, Blick?

KI – Mauer, Spiegel, Blick?

Zur Enzyklika Magnifica Humanitas
von Leo XIV.

Die Mauer: Humanität bewahren

Am 15. Mai 2026 hat Papst Leo XIV. eine Enzyklika mit dem Namen Magnifica Humanitas zu KI und ihrer Nutzung vorgelegt. Dass der Papst zur KI Stellung bezieht, ist an sich schon bemerkenswert – und hat weltweit große Aufmerksamkeit gefunden.

Die Stoßrichtung der Enzyklika macht bereits ihr Untertitel deutlich: „Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“. Es geht dem Papst also um die Frage nach der Bewahrung des Menschlichen angesichts der tiefgreifenden Umbrüche durch künstliche Intelligenz.

Darin liegt die große Stärke – und zugleich eine Grenze – der päpstlichen Enzyklika. Leo fragt nach dem Menschlichen in den technischen Umbrüchen. Das ist wichtig. Aber er stellt diese Frage unter das Motto des „Bewahrens“. Damit ist ein Grundton vorgegeben: Humanität erscheint als etwas, das angesichts technischer Veränderung geschützt und bewahrt werden muss.

Das zeigt sich auch am biblischen Leitbild der Enzyklika. Gleich zu Beginn stellt Leo zwei biblische Geschichten gegenüber: die Geschichte vom Turmbau zu Babel und die Errichtung der Mauer um das zerstörte Jerusalem durch Nehemia.

Die Geschichte vom Turmbau zu Babel interpretiert Leo als Versuch menschlicher Machtergreifung, getragen von Macht- und Machbarkeitswahn, von Einheitsdenken und Effizienzstreben, ja von der Verabsolutierung des Menschen. Dem stellt er den Wiederaufbau der Mauer des zerstörten Jerusalems durch Nehemia gegenüber. Diesen deutet Leo als ein Werk des Schutzes und der Sicherheit, als Anerkennung menschlicher Begrenztheit und zugleich als gemeinsames Werk, zu dem viele Verschiedene mit unterschiedlichen Gaben beitragen.

In dieses Gegenüber von zerstörerischer Selbstüberschätzung und Bewahrung des Menschlichen zeichnet Leo sein Nachdenken über KI ein.

Exegetisch ist das von Leo gewählte Leitbild allerdings nicht unproblematisch. Nicht nur, weil die Metapher der Mauer bereits Abgrenzung und Ausschluss konnotiert. Vielmehr war der Mauerbau Nehemias zugleich Teil eines umfassenderen Restaurationsprojekts, das mit einer ausgeprägten ethnisch-religiösen Abgrenzungs- und Identitätspolitik sowie dem Versuch einer weitgehenden Homogenisierung der nachexilischen Gemeinschaft einherging – bis hin zur Auflösung von Ehen mit Angehörigen anderer Völker. Leo selbst deutet die Mauer allerdings ausdrücklich nicht als Abschottung, sondern als Schutz eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens.

Die entscheidende Frage ist deshalb, ob das Bild der Mauer ausreicht. Muss Humanität im Zeitalter der KI nur bewahrt werden – oder verändert sich im Umgang mit KI auch unser Verständnis des Menschlichen selbst?

Res novae: Soziallehre im Zeitalter der KI

Dass Leo seine Auseinandersetzung mit KI in dieses Gegenüber von technischer Selbstgefährdung und Bewahrung des Menschlichen einzeichnet, hängt auch damit zusammen, dass er sie als Fortschreibung der katholischen Soziallehre entwickelt. Das komplette erste Kapitel zeichnet die Entwicklung der neueren katholischen Soziallehre ab, insbesondere seit der Enzyklika Rerum novarum von Papst Leo XIII. aus dem Jahre 1891. Mit ihr setzte Leo XIII. einen Meilenstein in der Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit den technischen, sozialen und ökonomischen Umbrüchen der Industrialisierung und des modernen Kapitalismus. Sein heutiger Nachfolger Leo XIV. stellt sich bewusst in diese Linie. KI gehört für ihn zu den res novae, den neuen gesellschaftlichen Verhältnissen unserer Zeit. Das Bemühen Leos, beides zu belegen, die Kontinuität und die Flexibilität katholischer Soziallehre, ist dabei mit Händen zu greifen.

Aus diesem Rückblick auf die Entwicklung der katholischen Soziallehre leitet Leo drei Grundlagen und fünf zentrale Prinzipien ab: den Menschen als Abbild des dreifaltigen Gottes, die gleiche Würde aller Menschen und den hohen Wert der Menschenrechte und darauf aufbauende Prinzipien wie Gemeinwohl, allgemeine Bestimmung der Güter, Subsidiarität, Solidarität und soziale Gerechtigkeit sowie als übergeordneten Horizont die ganzheitliche menschliche Entwicklung.

Diese Grundlagen und Prinzipien bilden anschließend das Raster, mit dem Leo auf die technischen Entwicklungen blickt. Darin liegt durchaus ein spezifisches ethisches Argumentationsgefälle: Zuerst werden die ethischen Grundlagen rekonstruiert, dann wird die konkrete Situation analysiert und schließlich werden die Prinzipien auf sie angewandt. Die Gefahr eines solchen Vorgehens liegt darin, dass die konkrete Situation immer schon im Raster der vorgegebenen Grundlagen und Prinzipien wahrgenommen wird.

Dennoch hat Leos anschließende Analyse der res nova KI eine beachtliche Tiefe, die vielen anderen Stellungnahmen fehlt. Insbesondere weist er auf die Machtstrukturen hinter der schönen neuen KI-Oberfläche hin. Hinter den KI-Anwendungen stehen „große wirtschaftliche und technologische Akteure“, „die de facto die Zugangsbedingungen, die Regeln der Sichtbarkeit und die Möglichkeit der Teilhabe selbst festlegen“ (95). Diese Macht zeigt sich auch dort, wo KI-Ergebnisse den Anschein von Objektivität erzeugen – und sie erhält eine zusätzliche Schärfe, wo KI als Waffe in wirtschaftlicher, geopolitischer und militärischer Konkurrenz eingesetzt wird. Gerade deshalb fordert Leo einen verantwortlichen und transparenten Umgang mit KI sowie eine wirksame Steuerung ihrer Entwicklung.

Vor allem fragt Leo aber nach dem Menschenbild hinter den (Heils-)Versprechen der KI-Entwicklung. Den Narrativen der Überschreitung menschlicher Begrenztheit durch KI, wie sie in Trans- und Posthumanismus propagiert werden, setzt er als wahre Humanität das Ernstnehmen der Leiblichkeit und Beziehungsbedürftigkeit des Menschen, ja letztlich seine Endlichkeit und Unvollkommenheit entgegen. Die eigentliche Überschreitung des Menschen liegt für ihn nicht in seiner technischen Optimierung, sondern in der Gnade.

Ausgehend von dieser Analyse und auf Grundlage der aktualisierten katholischen Soziallehre entwickelt die Enzyklika anschließend konkrete Konsequenzen für den Umgang mit KI. Leo fragt nach ihren Auswirkungen auf Wahrheit, Arbeit und Freiheit, warnt vor neuen Formen von Abhängigkeit und Manipulation und setzt der militärischen Nutzung von KI und der Logik des Krieges den Dialog zwischen Menschen, Völkern, Kulturen und Religionen als wahrhaft menschliche Alternative entgegen.

Bemerkenswert ist, dass die Enzyklika nicht bei politischen oder ethischen Forderungen stehen bleibt. Am Ende führt Leo seine Überlegungen auf Christus zurück: In Christus wird für ihn die wahre, „großartige Menschlichkeit“ sichtbar. Daraus entsteht die Vision einer von Spiritualität getragenen Gemeinschaft, in der Verschiedenheit nicht aufgehoben, sondern in Einheit und Solidarität verbunden wird.

Insgesamt ist Magnifica Humanitas eine bemerkenswert dichte und theologisch profilierte Auseinandersetzung mit KI. Ihre besondere Stärke liegt darin, dass Leo die Frage nach der Technik konsequent mit der Frage nach dem Menschen verbindet. Gegen die Versprechen grenzenloser Optimierung hält er an Leiblichkeit, Beziehungsbedürftigkeit, Endlichkeit und menschlicher Verantwortung fest. Zugleich bleibt die Enzyklika in einer stark augustinisch geprägten Dramaturgie von Gegenbildern: Babel und Jerusalem, Selbstüberhebung und Begrenztheit, technokratische Herrschaft und eine Zivilisation der Liebe. Diese Gegenüberstellungen schärfen den Blick für die Gefährdungen durch KI – möglicherweise verengen sie ihn aber auch.

Jenseits der Mauer: Was KI mit uns macht

Denn KI steht längst nicht mehr nur vor der Mauer. Sie ist Teil der Prozesse geworden, in denen wir schreiben, fragen, urteilen und uns verständigen. Dabei wird sie selbst zu einem Gegenüber, das auf diese Prozesse zurückwirkt. Deshalb muss gerade Leos eigene Frage nach der Humanitas noch einen Schritt weitergeführt werden. Es geht nicht nur darum, was vom Menschlichen gegenüber KI bewahrt werden muss und wie wir verantwortlich mit ihr umgehen. Zu fragen ist auch, ob und wie sich unser Verständnis des Menschlichen selbst im Umgang mit KI verändert – unser Verhältnis zu uns selbst, zur Welt und vielleicht auch zu Gott.

Dass KI unser Handeln, unsere Kommunikation und unsere sozialen Beziehungen verändert, sieht auch Leo. Er entfaltet diese Veränderungen aber vor allem sozialethisch. Weniger entfaltet er die Frage, wie sich dadurch unser Selbst- und Weltverständnis verändert.

Denn KI und insbesondere LLMs sind keine neutralen Werkzeuge. Indem wir in einen Dialog mit ihnen treten, verändern wir uns – wie in jedem gelingenden Gespräch – selbst. Wenn KI an unserem Nachdenken, Fragen, Urteilen und Interpretieren mitwirkt, dann verändert sie auch die Weise, in der wir uns selbst und die Welt wahrnehmen. Der Umgang mit KI ist deshalb nicht nur eine ethische Frage, sondern zugleich eine hermeneutische. Wie verändert sich unser Selbst- und Weltverständnis im Dialog mit KI?

Und: Wie verändert sich unser Verständnis von Gott und unser Verhältnis zu ihm? An dieser Stelle wird die Verwendung von KI zu einer theologischen Frage.

So rekurriert Leo beispielsweise auf die christliche Spiritualität als Kontrast zu einer technokratisch und machbarkeitsorientiert geprägten Nutzung von KI. Spiritualität ist bei ihm vor allem eine Kraft, aus der heraus die technische Transformation beurteilt und gestaltet werden kann. Darüber hinaus wäre aber zu fragen: Wie verändert KI unsere religiöse Praxis selbst, unser Beten, unsere theologische Lektüre und Urteilsbildung, unsere Sprache, die Weise, in der wir uns über Glauben verständigen und letztlich unsere Vorstellungen von Gott?

Der Spiegel: Selbstreflexion mit KI

KI hält uns einen Spiegel vor und ermöglicht gerade so eine vertiefte Selbstreflexion – so die These des Philosophen Markus Gabriel in seinem Buch Ethische Intelligenz. Wie KI uns moralisch weiterbringen kann. Statt der Mauer – die ohnehin nicht hält – stellt er das Leitbild des Spiegels in den Mittelpunkt seiner Überlegungen.

Gabriel ist sich durchaus der Gefahren einer unregulierten Entwicklung und Anwendung von KI bewusst. Er glaubt weder daran, dass sich die KI-Entwicklung von selbst begrenzt, noch an die vermeintlich selbstregulierende Kraft des Marktes – insbesondere angesichts der enormen Machtkonzentration bei einigen wenigen Tech-Konzernen. Dennoch beurteilt er die Entwicklungschancen von und mit KI wesentlich positiver. Besonders die großen Sprachmodelle halten uns für ihn einen Spiegel vor, weil sie mit riesigen Mengen menschlich erzeugter Texte und Daten trainiert werden und uns daraus unsere eigenen Vorstellungen und Sprachmuster, unsere Wünsche, aber auch unsere Vorurteile in verdichteter Form zurückspiegeln.

Gerade in dieser Schleife können Prozesse moralischer Selbstreflexion entstehen. Gabriel hält daran fest, dass KI kein eigenes Bewusstsein besitzt und auch keine eigene Moral aus sich heraus erzeugt. Aber als Gegenüber, an dem und mit dem sich menschliche Selbstreflexion vollzieht, macht KI unsere moralischen Voraussetzungen sichtbar und führt uns in Reflexionsschleifen, die wir ohne sie so möglicherweise nicht durchlaufen hätten. Im Gespräch mit KI kann sich somit menschliches Bewusstsein, menschliche ethische Intelligenz weiterentwickeln. Zugleich wirkt dieser Prozess auf die Gestaltung der KI selbst zurück. Gabriel spricht deshalb an einer Stelle sogar von einer „Ko-Evolution von Mensch und Maschine“.

Gerade hier stellen sich allerdings zwei Fragen. Zum einen, ob Gabriel die Entwicklungsmöglichkeiten von KI nicht insgesamt zu optimistisch einschätzt – gerade angesichts der Geschwindigkeit der Entwicklung und der inzwischen auch von führenden KI-Entwicklern benannten Missbrauchs- und Kontrollrisiken. Zum anderen stellt sich die Frage nach der Reichweite der Metapher „Spiegel“. Besonders plausibel ist sie dort, wo KI als kommunikatives Gegenüber wirkt. KI wirkt aber längst auch in Prozessen, die für die Betroffenen weitgehend unsichtbar bleiben – etwa wenn KI-gestützte Systeme bei Kreditvergaben, Personalauswahl oder anderen Zugangsentscheidungen mitbestimmen. Ein solches System hält mir keinen Spiegel vor. Es entscheidet oder sortiert im Hintergrund.

Demgegenüber bleibt ein Spiegel letztlich passiv: Er wirft zurück, was ihm gegenübertritt. Dass KI mehr tut als das, ist auch Gabriel bewusst. Nicht zufällig spricht er von einem „magischen Spiegel“ und sogar von einer „Ko-Evolution von Mensch und Maschine“. Trotzdem bleibt die Frage, ob die Metapher des Spiegels diese Dynamik vollständig erfasst. Denn KI spiegelt nicht nur. Sie antwortet, gewichtet und verstärkt und verändert so den weiteren Verlauf unseres Denkens. Diese Rückkopplung ist zudem keineswegs neutral, sondern wird durch die Interessen und Machtstrukturen hinter den Systemen mitgeprägt. Wenn sich Mensch und Maschine aber wechselseitig verändern, stellt sich umso dringlicher die Frage, woran sich eigentlich entscheidet, ob diese Entwicklung tatsächlich moralischer Fortschritt ist.

Der Blick: Wie sich unser Sehen verändert

Vielleicht ist deshalb auch der Spiegel nicht das letzte Bild. Entscheidend ist nicht nur, was wir in der KI von uns selbst sehen, sondern wie sich im Umgang mit ihr unser eigenes Sehen verändert. Ein Spiegel zeigt uns etwas über uns selbst. Ein Blick dagegen verändert möglicherweise, wie wir sehen.

Genau diese Erfahrung hat Nikolaus von Kues schon vor mehr als 500 Jahren in seiner Schrift De visione Dei zum Ausgangspunkt theologischer Reflexion gemacht. Er lässt die Mönche von Tegernsee vor ein Christusbild treten, dessen Blick jeden Einzelnen unabhängig von seinem jeweiligen Standpunkt anzusehen scheint und ihm beim Durchqueren des Raumes folgt. Das Bild selbst sieht nicht. Aber gerade dieser scheinbare Gegenblick wird für Cusanus zum Ausgangspunkt eines Nachdenkens über Sehen und Gesehenwerden – und schließlich über das Verhältnis des Menschen zu Gott.

Auch die KI sieht mich nicht. Aber im Gespräch mit ihr begegnen mir Perspektiven, Deutungen und Antworten, die auf meinen eigenen Blick zurückwirken. Ich erfahre also nicht nur etwas über mich, sondern kann anfangen, mich selbst anders zu sehen. Indem KI meine Fragen aufnimmt, Zusammenhänge herstellt, andere Perspektiven einspielt oder bestimmte Deutungen verstärkt, verändert sie möglicherweise auch meinen Blick auf mich und die Welt. Damit wird sie Teil jener Prozesse, in denen wir uns selbst und unsere Welt verstehen. Bis hierhin könnte vermutlich auch Gabriel mitgehen.

Cusanus bleibt freilich nicht bei der Erfahrung des scheinbar allsehenden Bildes stehen. Er transzendiert diese Erfahrung. Der Blick des Bildes wird ihm zum Hinweis auf einen göttlichen Blick, der nicht einfach eine weitere Perspektive neben anderen ist und auch nicht bloß die Summe aller möglichen Perspektiven. Genau hier liegt eine entscheidende Grenze der KI.

Große Sprachmodelle können eine ungeheure Vielzahl menschlicher Perspektiven aufnehmen, verdichten und miteinander verbinden. Aber auch der größte Datensatz bleibt endlich. Vielwissen ist nicht Allwissen. Multiperspektivität ist nicht der göttliche Blick. Die Summe sehr vieler menschlicher Perspektiven ist noch nicht das Unendliche.

Gerade an dieser Grenze kann die Erfahrung mit KI aber religiös produktiv werden. Die religiöse Frage beginnt dort, wo die Erfahrung mit KI selbst noch einmal transzendiert wird. Die Begegnung mit ihrer ungeheuren Multiperspektivität kann meinen eigenen Standpunkt relativieren. Und gerade die Erfahrung, dass auch diese scheinbar grenzenlose Perspektivenfülle endlich bleibt, kann die Frage nach dem neu öffnen, was diese Perspektivenfülle übersteigt. Nicht weil KI selbst transzendent wäre. Im Gegenteil: Gerade weil sie es nicht ist. Das Endliche kann über sich hinausweisen, ohne selbst zum Unendlichen zu werden.

Damit wäre Spiritualität nicht einfach ein sicherer Gegenpol zur technischen Welt und auch nicht nur eine Ressource zu deren Gestaltung, wie in Leos Enzyklika, sondern würde durch den Umgang mit KI selbst verändert. Schon indem KI in religiöse Praxis eintritt – in Lektüre, Gebet, Deutung und theologische Urteilsbildung –, verändert sie die Formen, in denen sich Spiritualität vollzieht. Sie bringt neue Perspektiven und Anregungen in unsere religiöse Selbstverständigung ein und verändert damit möglicherweise, wie wir über uns selbst, unseren Glauben und die Welt nachdenken.

Aber die Bewegung kann noch weitergehen: Die Erfahrung mit KI kann selbst zum Ausgangspunkt eines Transzendierens werden. Dann geht es nicht mehr nur darum, wie KI unsere Spiritualität verändert, sondern darum, wie sich im Umgang mit ihr unser Selbstverhältnis, unser Weltverhältnis und schließlich auch unser Gottesverhältnis verändert.

Vielleicht lässt sich deshalb am Ende zwischen Mauer, Spiegel und Blick unterscheiden. Die Mauer fragt danach, was wir begrenzen und bewahren müssen. Der Spiegel danach, was wir in der KI über uns selbst erkennen. Der Blick führt noch einen Schritt weiter: Er fragt danach, wie sich durch KI unsere Weise des Sehens verändert – und ob uns gerade diese Veränderung neu nach dem Horizont fragen lässt, in dem wir uns selbst, die Welt und Gott verstehen.

Hinweis: Dieser Artikel ist mit Hilfe von KI entstanden. KI wurde bei Recherche, Textanalyse und sprachlicher Überarbeitung eingesetzt. Auswahl, Bewertung und Verantwortung für den Text liegen beim Autor.

CM 17.09.26

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